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Nun bin ich schon fast zwei Monate

hier in Ecuador und habe das Gefühl, dass unglaublich viel passiert ist.

Wenn ich zurückblicke, muss ich erstmal an meine Anreise nach Ecuador denken. Mit viel Vorfreude und auch Abschiedsschmerz habe ich mich mit meiner Mitfreiwilligen Fiona in Frankfurt getroffen, von wo aus es nach Quito ging. Vor Ort wurden wir von unserem Mentor abgeholt, der uns Quito zeigte und uns ein wenig über Ecuador erzählte. Trotz der anhaltenden Müdigkeit vom Flug waren diese Tage sehr schön und haben den Einstieg deutlich erleichtert. Richtig ankommen konnten wir dann am dritten Tag, als es nach Ibarra ging. Dort wurden wir sehr nett (und sogar mit Kuchen!) in der WG von unseren anderen Mitfreiwilligen und Mitbewohnerinnen empfangen. Sie haben uns in der nächsten Zeit auch die Stadt ein wenig gezeigt. Gleichzeitig lernten wir an mehreren Tagen sowohl das Schulprojekt als auch die Arbeit in der Fundación – dem Kinderheim, wo die anderen Freiwilligen arbeiten – kennen. In Ibarra konnte ich mich schnell einleben. Ein anderer Freiwilliger hat Ibarra einmal als „angenehm“ beschrieben, was es, finde ich, ziemlich gut trifft. Im Gegensatz zu Quito ist Ibarra keine große Metropole und man wird nicht ständig reizüberflutet. Es ist aber doch so groß, dass es alles gibt. Zusammengefasst: Ein schöner Ort, der mir schnell ans Herz gewachsen ist.

Am Montag nach unserer Ankunft begann die Arbeit in der Schule. Unmittelbar ging es in den Englischunterricht. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass wir von Anfang an viel Verantwortung bekommen würden. Die Englischlehrkraft war krank, was bedeutete, dass meine Mitfreiwillige und ich den Englischunterricht eigenverantwortlich übernehmen mussten. Das war erstmal eine große Herausforderung. Besonders weil meine Spanischkenntnisse zu dem Zeitpunkt noch sehr begrenzt waren. Aber die Kinder empfingen uns mit viel Herzlichkeit und freuten sich offensichtlich, dass wir da waren. Davon angespornt fiel mir der restliche Tag auch einfacher und ging dann auch schnell vorbei. Rückblickend war dieser erste Tag definitiv ein Sprung ins kalte Wasser, aber vielleicht auch der beste Weg, um schnell anzukommen. Denn es war eine gute Gelegenheit, um schnell Verantwortung übernehmen zu können. Die restliche Woche verlief dann etwas mehr gemäß meinen anfänglichen Vorstellungen. Vormittags unterstützte ich im Englischunterricht und nachmittags steckte ich voll in den Vorbereitungen für die AGs, die planmäßig erst im März anfangen sollten.

Ende Januar meinte Wilson, der Vizerektor und unser Ansprechpartner, dann jedoch zu mir, dass wir doch schon in dieser letzten Januarwoche anfangen würden. In dieser Woche war ich zudem allein, weil meine Mitfreiwillige krank war. Plötzlich musste ich also mit zehn bis zwanzig Jugendlichen Musik machen, ihnen Basketballschritte erklären oder über Start-Ups reden. Hier fühlte ich mich auch zunächst überfordert und teilweise an meinen ersten Tag erinnert, aber mittlerweile hat sich alles gut eingespielt. Insbesondere die Arbeit in der Musik-AG macht mir und den Kindern großen Spaß! Jede Woche sind die Schüler*innen motiviert und freuen sich, neue Instrumente auszuprobieren und gemeinsam zu musizieren. Eine kleine Herausforderung ist und bleibt jedoch, dass wir die Ersten in unserem Projekt sind und man das noch an einigen Stellen merkt. Besonders am Anfang waren unsere Aufgaben und Abläufe unklar und änderten sich häufig, was den Einstieg erschwerte. Insgesamt gefällt mir die Arbeit aber gut und ich habe mich auch an die Aufgaben gewöhnt. Besonders gefällt mir, dass ich jeden Tag mit einer komplett verschiedenen Altersgruppe zusammenarbeite, wodurch die Arbeit sehr abwechslungsreich ist. Im Englischunterricht habe ich auch einen guten Mix zwischen Schreibarbeit und interaktiven Aufgaben. So bereite ich zum Beispiel am Morgen Materialien vor und übe danach mit den Kindern ein Vokabel-Lied.

Was sehr gut funktioniert, ist unser Zusammenleben in der WG. Wir kommen gut miteinander klar, und es ist schön, sich jederzeit austauschen zu können oder jemanden dazuhaben, wenn einem Mal langweilig ist. Abends essen wir immer gemeinsam und am Wochenende machen wir auch oft Ausflüge in die Umgebung. Zweimal die Woche gehen wir zusammen zum Salsa und unternehmen auch darüber hinaus viel gemeinsam. Zuhause fühle ich mich sehr wohl.

Eine Schwierigkeit, die langsam besser wird, ist Spanisch. Ich kam nach Ecuador mit eher rudimentären Spanischkenntnissen. Anfangs reichte es nur für grundlegende Verständigung. Durch den ständigen Kontakt und den Spanischunterricht spüre ich jedoch deutliche Fortschritte. Ich habe zwar noch manchmal Schwierigkeiten, mich exakt zu artikulieren, aber es geht definitiv voran. Zum Glück sind die Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer hier hilfsbereit und nehmen einem kleine Fehler auch nicht übel.

Generell habe ich zahlreiche nette Menschen kennengelernt und man merkt, dass die Kultur und der persönliche Kontakt hier von einer ganz anderen Offenheit geprägt sind, als man das aus Deutschland kennt. Ein Beispiel ist unser Ansprechpartner aus der Schule, der uns schnell auf einen Ausflug mit seiner Familie eingeladen hat. Vielen Menschen ist es wichtig, ein freundschaftliches, fast schon familiäres Verhältnis zueinander zu wahren.

Nach aufregenden zwei Monaten hier und dem Zwischenseminar, das letzte Woche stattgefunden hat, habe ich das Gefühl, dass ich mich hier gut eingelebt habe. Ich habe in einen Alltag gefunden und obwohl vieles zweifelsohne anders ist, als ich es gewohnt bin, fühle ich mich wohl. Ich bin gespannt, was die kommenden Wochen noch zu bieten haben!

 

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