Die Ecuador-Connection e.V. ist ein kleiner Förderverein. Um die Kontinuität der Arbeit in der Einrichtung gewährleisten zu können, ist es uns derzeit nicht möglich, die mit dem ADiA verbundenen Folgekosten (Flug, Versicherung, Unterkunft, Impfungen, Visum u.ä.) für die Volontäre zu übernehmen. Daher muss der Zivildienstleistende diese entweder selbst übernehmen oder für Unterstützung in der notwendigen Höhe von anderer Seite sorgen. Wir empfehlen unseren Volontären den Aufbau eines Förderkreises von Eltern, Freunden und Verwandten, die den Dienst mit monatlichen Spenden unterstützen.
Flugkosten
Die gängigsten Fluglinien sind Iberia über Madrid, KLM über Amsterdam oder British Airways über London. Wir empfehlen, sich so früh wie möglich um einen Flug zu kümmern. Der einfache Flug kommt je nach Saison auf etwa €600-800, Rückflüge aus Ecuador sind bedeutend teurer. Ein Hin- und Rückflugticket, mit einem Aufenthalt vom einem Jahr in Ecuador, kostet ungefähr €900-1100. Diese so genannten Jahrestickets gelten i.d.R. für genau 365 Tage und können nicht umgebucht bzw. nach hinten oder vorne verlegt werden. Wir empfehlen Preise im Internet mit denen im lokalen Reisebüro zu vergleichen.
Versicherung
Die Kranken- und Unfallversicherung kann auf Vermittlung des Fördervereins über die AGEH abgschlossen werden. Die Beiträge sind allerdings vom Zivildienstleistenden selbst zu zahlen. Die aktuelle Beitragshöhe finden sowie ausführliche Informationen zu der von uns vermittelten Auslandsversicherung findet ihr unter den folgenden Adressen:
Visum in Deutschland
Das Visum (No Inmigrante 12VII) für Ecuador kostet inklusive Bearbeitungsgebühr €165 und ist i.d.R. 12 Monate gültig. Die Beschaffung des Visums ist Angelegenheit des Zivis. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes könnt Ihr sehen, welches Konsulat für Eure Bundesländer zuständig ist. Die zur Beantragung des Visums benötigten Unterlagen werden Euch rechtzeitig von uns zugesandt.
Visaformalitäten in Ecuador
Impfungen
Neben den vorausgesetzten Tetanus-, Diphtherie- (Kombiimpfung ca. 15€) und Typhusimpfungen (ca. 25€) ist die Gelbfieberimpfung (ca. 25-50€) obligatorisch und die Hepatitis A und B Impfung (3 Dosen, jeweils ca. 60€) dringendst angeraten. Die Geldfieberimpfungen müssen von einem Gesundheitsamt, Tropeninstitut oder speziell ausgebildeten Arzt durchgeführt werden. Eine Tollwutschutzimpfung (ca. 150€) ist nicht unbedingt notwendig, da im Notfall (beispielsweise beim Biss eines Straßenhundes) auch in Quito entsprechende Präparate zur Verfügung stehen. Jedoch sind diese Präparate sehr teuer und kosten in Abhängigkeit von Gewicht und Körpergröße etwa 1000$. Die Kosten werden zwar von der fid-Versicherung getragen, müssen jedoch zunächst selbst aufgebracht werden. Es liegt also im Ermessen eines jeden Zivis selbst, ob er eine Impfung im Vorfeld für notwendig hält, oder nicht.
Malaria
Malaria ist in Ecuador nicht besonders verbreitet, kann aber besonders zu Regenzeiten an der Küste und vor allem im Dschungel vorkommen. In Quito selbst besteht keine Gefahr, da der Überträger, die Anophelesmücke, in dieser Höhe (2800m) nicht mehr vorkommt. Wer dennoch nicht auf eine Malariaprophylaxe verzichten möchte (beispielsweise Lariam, ca. 50€) sollte sich vorher ausführlich über Verträglichkeit und Art der Anwendung informieren. Viele ecuadorianische Ärzte raten wegen der immensen Nebenwirkungen jedoch, besonders bei einem längeren Aufenthalt, von einer Prophylaxe ab und empfehlen, vor allem Vorsicht und einen guten Mückenschutz.
Krankhausaufenthalt
Die bisherigen Zivis haben sich bei akuten Krankheiten meist im "Hospital Vozandes" behandeln lassen, das weitgehend europäischen Standards entspricht und von der Deutschen Botschaft empfohlen wird. Generell steht es natürlich jedem Zivildienstleistenden frei, wo er sich behandeln lässt. Sämtliche Behandlungskosten werden von der deutschen Unfall- und Krankenversicherung getragen.
Wohnkosten
Die Wohnung der bisherigen Zivildiener befindet sich im Zentrum von Quito, dem Viertel "Jipi Japa". Die Wohnung ist für ecuadorianische Standards gut eingerichtet. Die Küche ist voll ausgestattet (Herd, Kühlschrank, Besteck und Geschirr). Jeder Zivi hat sein eigenes Zimmer und darüber hinaus verfügt die Wohnung über ein großes Wohnzimmer. Die Kosten für die Wohnung belaufen sich derzeit pro Zivi auf US$75 pro Monat. Generell steht die Wahl der Wohnung jedoch jedem Volontär frei. Da sich die Fundación Campamento Cristiano Esperanza im äußersten Norden der Stadt befindet, muss man eine etwa dreiviertelstündige Busfahrt dorthin in Kauf nehmen. Auf besonderen Wunsch des Zivis kann auch in der Fundación selbst eine kleine Wohnung zur Verfügung gestellt werden.
Lebenshaltungskosten
Die Lebenshaltungskosten in Ecuador sind verglichen mit Deutschland verhältnismäßig niedrig. Ein einfaches Essen (Suppe, Reis, Kartoffeln, Stückchen Fleisch und ein Saft) kann man schon ab US$1 finden. Busfahrten kosten innerhalb Quitos ca. 25 Cent unabhängig von der Entfernung. Bei außerstädtischen Busfahrten kann man ca. US$1 pro Fahrtstunde rechnen. Erfahrungsmäßig sollte man mit ca. US$400 monatlich zum Leben rechnen, inklusive Reisekosten an den Wochenenden. Wegen der hohen Inflation und der festen Bindung an den US$ (offizielle Landeswährung) ist die Tendenz jedoch steigend.
Gesamtkosten
Neben den Reise-, Impf- und Visumskosten und den monatlichen Beiträgen für die Versicherung benötigt man etwa US$400 im Monat zum Leben. Besonders in der Anfangszeit und während des Urlaubs kann diese Betrag erfahrungsgemäß in die Höhe schnellen. Bei einem Aufenthalt von 12 Monaten kann man somit von etwa €6.000 Gesamtkosten ausgehen, je nach Lebensstil und Urlaubsplänen (wie zum Beispiel einem Besuch auf den Galapagos Inseln) mehr. Seit dem 01.01.2002 erhalten Zivis, die Ihren Dienst im Rahmen des ADiA ableisten, weiterhin Kindergeld, wodurch die finanzielle Belastung angesichts der geringen Ausgaben vor Ort etwas relativiert wird.