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Berichte von David Müller

1. Bericht: Dezember 2008 (1)

2. Bericht: Dezember 2008 (2)

3. Bericht: Juni 2009

Benjamin Steinhauer

 

1. Bericht: Dezember 2008 (1)

Manchmal kommt es mir so vor, als ob schon viel zu viel passiert ist, als das ich es in Worte fassen könnte. Seit ich hier in Ecuador angekommen bin hat sich sehr viel verändert, sei es im Bezug auf meine äußere Umgebung oder meine Innere Entwicklung. Der Tag an dem ich nach einer langen und umständlichen Reise in Quito angekommen bin markiert somit unweigerlich einen neuen Lebensabschnitt. Ein weiterer Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Denn dieses Jahr bedeutet auch ein Stück weit innere Ablösung von Mutter und Vater, bedeutet einen Weckruf zur eigenen Selbstständigkeit. Das sich dieser Prozess nicht immer einfach gestaltet ist, so denke ich, ein offenes Geheimnis: Jeder Mensch steht früher oder später vor dieser Aufgabe. Diesen Bericht zu schreiben und diese Begebenheit somit reflektierend festzustellen ist vielleicht sogar ein gewisser Teil dieses Prozesses.

Knappe 4 Monate ist es nun schon her, dass ich in ein Flugzeug bestiegen habe, welches mich an einen Ort gebracht hat, der mich ein ganzes Jahr von meiner Heimat, meiner Familie und meinen Freunden trennt. Nach wie vor ist Quito eine wahnsinnige Stadt, Ecuador ein wahnsinniges Land, egal ob Sierra (Hochebende), Oriente (Regenwald), Pazifikküste oder Galapagos; Es gibt so unendlich viel zu entdecken. Überall ist eine unglaubliche Vielfalt vorhanden, welche einem nahe legt, dass der wahre Schatz dieses Landes nicht etwa sein Ölvorkommen, sondern seine einzigartige Mannigfaltigkeit. Auf einer Fläche, welche in seiner Gesamtheit nicht größer als das ehemalige Westdeutschland ist, finden sich unzählige Gegensätzlich- und Vielfältigkeiten. In jenen vier Monaten, die ich nun schon hier sein darf, konnte ich eine Ahnung dessen erhaschen, was dieses, im Vergleich zu den anderen lateinamerikanischen Staaten, doch sehr kleine Land zu bieten und zu entdecken hat.

Schon aus dem Flugzeug ist zu erkennen, wie sich die vielen Häuser der Großstadt die Berge hoch winden. Die Landung auf dem Flughafen in mitten der Stadt, vermittelt einem kurzweilig das betäubende Gefühl nicht wirklich lebend am Boden anzukommen. Das Leben pulsiert an allen Ecken und Enden, überall wird Unnützes oder Nutzes zum Verkauf feil geboten, der kaotische Verkehr folgt irgendwie dem Vorrecht des Stärkeren, grundloses, meist begrüßendes Hupen und laute Musik, ohrenbetäubende, oft aufheulende Alarmgeräusche, sowie das Motorengehäul getunter Kleinwagen bestimmen die Geräuschkulisse. Zahlreiche bettelnde oder schuheputzende Kinder von gerade mal 6 oder 7 Jahren steigen in die Busse, folgen dir hemdzupfend die Straße entlang oder sitzen an öffentlichen Plätzen, singen lauthals ecuadorianische Volkslieder, um z.B. ihre Caramelos und Dulces oder die Fähigkeit und das Versprechen auch die dreckigsten Schuhe in ganz Ecuador blitz blank zu putzen anzupreisen. Natürlich werde ich hier automatisch mit einem Teil unserer heutigen Welt konfrontiert, den ich mit meinem europäischen Wohlstands- und Bildungshintergrund, wenn überhaupt, nur aus dem Fernsehen, Radio oder Rundfunk kenne. All das sind überwältigende erste, aber anhaltende, Eindrücke.

Die Arbeit in der Fundacion gestaltet sich für mich momentan sehr befriedigend, auch wenn die Institution, meiner Meinung nach, vor einigen Problemen steht. Doch zunächst zu den positiven Dingen: Ich arbeite in einer Gruppe mit Kleinkindern, im Alter von 3 Jahren. Zusammen mit meiner Tia (Lehrerin) gestalten wir zwischen den festgelegten „Pflichtverantstaltungen“ wie Mittagessen oder Siesta, den anstehenden Tag. Für mich ist es das erste Mal, dass ich über einen längeren Zeitraum intensiv mit Kindern arbeite. Natürlich gab es zu Beginn gewisse Aufgaben, wie z.B. die Kinder aufs Klo zu begleiten, Windeln oder die Unterwäsche zu wechseln, welche an persönliche Hemmschwellen stießen, aber nach und nach schleicht sich doch eine gewisse Routine ein. Wenn ich in der Fundacion ankomme, ist meine Gruppe gerade mit dem Frühstück beschäftigt. Wenn alle Kinder fertig sind, geht es in den Klassenraum, wir malen, spielen, singen oder puzzeln. Meistens verbringen wir den Vormittag auf diese Art und Weise,  manchmal geht es auch in den Spielpark. Das Mittagessen gibt es um zwölf Uhr, zu Beginn eine Suppe, dann ein Reisgericht, anschließend Früchte oder Saft. Nach einer halben Stunde hat meine Tia ihre Mittagspause, das heißt, dass ich für diesen Zeitraum alleine für meine Gruppe zuständig bin. Ich muss dafür sorgen, dass sie alle artig aufessen, danach geordnet in den Klassenraum zurückgehen, die Zähne putzen, aufs Klo gehen und sich anschließend für ein Nickerchen hinlegen. Diese Zeit kann ich wohl als die anstrengenste des täglichen Verlaufs bezeichnen: Auf der einen Seite ist das so, dass ich für meine Kinder eher einen Freund, großen Bruder und oder Spielgefährte darstelle, als eine Respektperson. So sehe ich auch meine Rolle in der Gruppe. Aber in dieser einen halben Stunde, soll ich auf einmal einen Lehrer ersetzen, dem sie zu gehorchen haben. Das das nicht so ganz klappt, ist irgendwo verständlich und so muss ich in dieser halben Stunde wirklich sehr viel Geduld und Beherrschung aufbringen. Ein Haufen von zehn Kindern kann sehr sehr anstrengend sein. Anschließend habe ich meine Mittagspause, später zeichne ich meistens irgendwelche Malvorlagen oder bastele dies oder das. Nachdem die Kinder geweckt wurden, wechseln wir ihre Kleidung, räumen das Klassenzimmer auf, putzen und fegen, kämmen die Kinder und begeben uns dann gegen halb vier in den Essenssaal, um eine letzte Mahlzeit zu empfangen. Meistens sind das wieder Früchte oder Saft. Um vier endet mein Arbeitstag. Im Großen und Ganzen kann ich davon sprechen, dass ich mit meiner Arbeit sehr zufrieden bin. Ich lerne sehr viel von meinen Kindern und meinen Aufgaben. Immer wieder erkenne ich begeistert, wie selbstverständlich die nichtbehinderten Kinder mit den Behinderungen und dem „Anderssein“ der behinderten Kinder umgehen. Für mich eindeutig ein Resultat des integrativen Ansatzes und somit gerechtfertigt und unbedingt weiterzuführen. Einrichtungen wie die Fundacion sind selten in Ecuador, aber durchaus notwendig und wichtig für die ecuadorianische Gesellschaft.

Durch die natürliche und weitgehend unbefangene Kindlichkeit meiner zu betreuenden Kids entdecke ich längst verloren gegangen geglaubte Seiten in und an mir wieder. Voller Stolz kann ich heute davon sprechen, dass ich meine Kindheit noch immer in mir trage und endlich wieder zu schätzen scheine. Natürlich ist der jetzige Ausdruck der selbigen ein anderer, die Gesten, die Mimik, die Wahrnehmung und das Wissen um den eigenen Hintergrund sind nicht mehr dieselben, das liegt wohl in der Natur des Alterns. Nichtsdestotrotz kann ich Kind sein. Ich lerne so unglaublich viel von meinen Kindern, sodass meine freiwillige Arbeit als nur allzu nicht angemessen erscheint. Das was ich gebe und das was ich dafür erhalte scheinen nicht in einer ebenmäßigen und ausgeglichenen Relation zueinander zu stehen. Ich bekomme in meiner Arbeit soviel Zuwendung, so viel Bestätigung und Ermunterung;

In den vergangenen Monaten vor diesem Abenteuer habe ich mir so sehr den Kopf über nichtexistenzielle Sorgen und Gedanken zerrissen, ohne dabei zu realisieren, dass ich einen ganz wesentlichen kontrastierenden Teil, bewusst oder unbewusst, übersehen und liegen gelassen habe. In Deutschland jammern wir oft auf einem hohen Niveau. Damals habe ich mich nie über die Kleinigkeiten im alltäglichen Leben gefreut, weil ich sie irgendwo wohl als selbstverständlich angesehen und wahrgenommen habe. Heute weis ich es besser, da ich gesehen und gelernt habe, dass jene Dinge eben nicht selbstverständlich sind. Das hat mich meine Arbeit und die Lebensgeschichten einiger Menschen hier gelehrt.

Zurück zur Kindlichkeit: Ich denke, dass es von herausragender Bedeutsamkeit sein kann, sich die eigene Kindlichkeit im Innern zu bewahren, um auch in harten und unbeständigen Zeiten mit dem Kopf über Wasser bleiben zu können oder bisher unbekanntes, jedoch wichtiges und lehrreiches, aus dem eigenen Verhalten heraus zu lernen und zu verstehen, sei es im Bezug auf die eigene Persönlichkeit oder die seiner Mitmenschen. Natürlich sehe ich das nicht als allgemein gültig oder Patentrezept. Aber ich bin nun davon überzeugt, dass das eigene Kind, weit über jenen tatsächlichen Zeitraum der körperlichen Kindheit hinaus, noch sehr viel zu sagen und zu lehren hat. Mag es manchen Menschen augenscheinlich als Naiv oder Einfältig erscheinen, dafür gebe ich keinen Centavo. Eine allzu ernste Ernsthaftigkeit und ein eben so allzu ernstes Erwachsensein lässt doch den eigenen Sinn für das Schöne im Leben ein Stück weit erkalten oder zumindest in einem anderen Licht erscheinen. Und sieht man dann wieder durch die Augen eines Kindes, so kann man die Dinge um sich herum in einer anderen Art und Weise wahrnehmen.

Ich spreche nicht davon, dass man nun alles hinwerfen und wieder ganz Kind sein soll (auch wenn das wirklich ein sehr interessanter Ansatz wäre), im Gegenteil, ein dem eigenen Alter angemessenes Verhalten, Handeln und Auftreten ist natürlich zu bewahren und verpflichtend. Mit dem Jahren mehren sich nicht nur die Tage und Stunden des eigenen Daseins, sondern auch unweigerlich der Grad an Eigen- Verantwortung, Bewusstsein, Selbständig- oder Kritikfähigkeit (auf weitere Aufzählung verzichte ich an dieser Stelle, da dies einen etwas längeren Absatz zur Folge hätte). Aber ab und zu auf das eigene Kind zu hören, kann weit aus mehr als eine willkommene Abwechslung im Alltag darstellen. Dem gemäß lerne und lerne ich und habe vor mir diese Eigenschaft nicht nur wieder anzueignen sondern darüber hinaus auch zumindest ein Stück weit in der Erwachsenenwelt, in welche ich nun erste Schritte gehen muss und auch möchte, zu bewahren.

Nun zu den Problemen: Einmal davon abgesehen, dass man die Entscheidungen der Führungsebene nicht immer ganz nachvollziehen kann, hat die Fundacion starke finanzielle Probleme. Die Spenden gehen, wohl auch oder gerade wegen der anhaltenden Finanzkrise in Amerika stark zurück. Diese Einrichtung ist jedoch existenziell von Spenden abhängig, sodass sich diese Negativentwicklung deutlich bemerkbar macht. Automatischer weise wirkt sich die finanzielle Not auch auf die Situation der Mitarbeiter aus. Ein belegendes Beispiel: Vergangenes Wochenende hat die Fundacion ein Benefizbingo, mit dem erklärten Ziel Geld zu sammeln, veranstaltet. Jeder Mitarbeitet musste 5 Eintrittskarten für dieses Bingo verkaufen, der Preis pro Ticket: 5$. Wer das nicht geschafft hat, dem wurde das fehlende Geld vom Lohn abgezogen. Zusätzlich mussten die Mitarbeiter unbezahlt am besagten Samstag arbeiten und darüber hinaus selbst noch den Eintritt bezahlen (In einem Land mit 190-200$ Durchschnittslohn, sind 30$ weniger ein Haufen Geld). Ich denke, dieses Beispiel zeigt auch, wie es um meine Arbeitsstelle steht.

Schwierig gestaltet sich für mich auch die Frage des eigenen Glaubens. Natürlich werde ich hier in Ecuador und in der Fundacion mit dem Christentum und daraus resultierend mit dem Glauben und die Frage an Gott konfrontiert (deutlich intensiver als in Deutschland). Nicht verwunderlich, da in Ecuador über 90%  der Bevölkerung römisch katholischer Konfession ist und diese Ansicht auch fest zu vertreten scheint. Öfters habe ich nun die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich hier als Agnostiker oder Atheist (was ja bei weitem nicht dasselbe ist) bezeichnet, die Menschen sehr geschockt und auch gereizt reagieren. Manchmal kommt mir es so vor, als ob man sie beleidigen, bloßstellen und sich selbst zu einem schlechteren Menschen erklären würde. Für viele Menschen hier ist es eine klare Selbstverständlichkeit an Gott zu glauben, so wie es für viele von uns eine Selbstverständlichkeit ist, die Existenz Gottes zumindest anzuzweifeln. Die Situation des jeweils anderen verstehen und nachvollziehen zu können ist nicht ganz so einfach, da sich da einfach zwei sehr verschiedene Kulturkreise gegenüberstehen.

Mit der Sprache geht es nach und nach voran, auch wenn ich bei weitem noch nicht zufrieden bin. Natürlich trägt die deutsche WG einen gewissen Teil zur Verlangsamung des Lernprozesses bei, aber letztlich hängt das einfach von der Eigeninitiative und Lernwilligkeit ab. Ich werde wohl etwas mehr tun müssen…

Um zu einem Schluss zu kommen, kann ich behaupten, dass ich hier sehr glücklich bin und viel über mich und meine Mitmenschen gelernt habe und lerne. In keinem Moment bereue ich meine getroffene Entscheidung und schätze mich sehr glücklich, noch weitere 8 Monate hier sein zu dürfen…

David

 

2. Bericht: Dezember 2008 (2)

Weinachtszeit

Wo, wenn nicht in einer christlichen Stiftung wie die Fundacion eine ist, könnte man die Vorfreude und Besinnlichkeit dieses alljährlich wiederkehrenden Festtages wahrnehmen und miterleben. Zahlreiche Basteleien, Bibelspiele, künstliche Plastiktannenbäume oder Adventskränze sprechen eine gemeinsame Sprache: „Es Weinachtet sehr“. Es ist für mich eine neue Erfahrung eine ganze Schule in solcher Tüchtigkeit und regen Beschäftigung zu sehen. So vernehme ich nicht ohne ein gewisses Schmunzeln den alltäglich erklingenden (einem polyphonen Handyklingelton gleich) Weinachtsjingle des kleinen, aber offenbar leistungsfähigen Lautsprechers unseres an der Eingangstür zu unserem Klassenzimmer angebrachten Adventskranzes. Neben der Feststellung, dass das so genannte „Wichteln“    (Amigo Secreto) einen enormen gesellschaftlichen Stellenwert einzunehmen scheint, muss ich doch erkennen, dass sich die Begeisterung für das Fest der Liebe dieses Jahr noch nicht auf mein persönliches Gemüt nieder geschlagen zu haben scheint. Allein der alltäglich, frühmorgendliche Sonnenschein und die relativ angenehmen Temperaturen suggerieren mir, gemäß meiner bisherigen Erfahrung, dass es einfach nicht der richtige Zeitpunkt ist, um Weinachten zu feiern. Wo ist der Schnee (gut, das kann man um diese Zeit auch manchmal in Deutschland fragen), wo die Kälte, wo der Glühwein, der Weinachtsmarkt mit Bratwurst, wo der Schal, die Mütze, wo das Gebäck, der Bratapfel oder meine Familie? Diese Fragen prophezeien mir, dass dieses Weinachten ein ganz anderes als bisher werden wird: Eine weitere, völlig neue Erfahrung hier in Ecuador.

Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen freue ich mich auf den 24. Dezember und versuche so auch durch meine Arbeit und meine dortigen Aufgaben etwas in Weihnachtsstimmung zu kommen. Nachdem ich in neunfacher Ausführung den Weihnachtsmann, seine Stiefel oder eine großen Tannenbaum zeichnen durfte, wurde ich mit der Ausschmückung unseres Klassenraumes beauftragt. Kitsch ist in Ecuador wohl ganz groß, zumindest nach den mir bereitgestellten Utensilien zu urteilen: Lametta in allen Farben und Formen, piepsende Lautsprecher die allgemein bekannte Weinachtshits wiedergeben oder vor Silber- Gold- oder Rosafarben glitzernde Figuren, Sterne oder Tannenbäumchen. Was durch dieses Fest alle Menschen auf der Welt mit einem christlich geprägten Hintergrund verbindet, ist die Begebenheit des Zusammenseins, des Füreinanderdaseins, des Schenkens und Beschenktwerdens, des Gebens und Nehmens, des Dankens und Bittens. Um diesen Gedanken weiter- und nach Deutschland zu führen, will ich auf die momentane Situation der Fundacion zu sprechen kommen: Die finanzielle Lage gestaltet sich mehr als problematisch, auch oder gerade wegen der anhaltenden weltweiten Finanzkrise. Die Spenden gehen zurück, Gelder fehlen, Schuldenberge bauen sich auf. Diese Einrichtung ist jedoch existenziell von Spenden abhängig, sodass sich diese Negativentwicklung deutlich bemerkbar macht. Automatischer weise wirkt sich die finanzielle Not auch auf Situation der Mitarbeiter aus. Ein belegendes Beispiel: Vor zwei Wochen hat die Fundacion ein Benefitzbingo veranstaltet. Jeder Mitarbeitet musste 5 Eintrittskarten für dieses Bingo verkaufen, der Preis pro Ticket: 5$. Wer das nicht geschafft hat, dem wurde das fehlende Geld vom Lohn abgezogen. Zusätzlich mussten die Mitarbeiter unbezahlt an jenem Samstag arbeiten und darüber hinaus selbst noch den Eintritt entrichten (In einem Land mit 190-200$ Durchschnittslohn, sind 30$ weniger ein Haufen Geld). Ich denke, dieses Beispiel zeigt auch, wie es um meine Arbeitsstelle steht.

So möchte ich die mir dargebotene Chance nutzen und einen Jeden an dieser Stelle dazu aufrufen dem weihnachtlichen Gedanken zu folgen und dieses so tolle und lohnende Projekt mit einer kleinen Spende über die Ecuador-Connection zu unterstützen. Die Arbeit, welche hier geleistet wird, ist meiner Meinung nach von unschätzbarem Wert für die ecuadorianische Gesellschaft, für die Akzeptanz und Unterstützung behinderter Menschen im alltäglichen Leben, für ein gemeinsames Lernen und ein gemeinsames, aufgeklärtes Bewusstsein…In diesem Sinne: Frohe Weinachten.

 

 

3. Bericht: Juni 2009